Wenn Kunst fliegen lernt

Domstraßengalerie um Exponat erweitert

Richnow (Kunsttanke e.V.) und Schlosser Dick liegen sich erleichtert in den Armen. Schließlich ist es vollbracht: das neue Kunstwerk schwebt zwischen den Häusern. Was verbirgt sich wohl auf der Rückseite des Kunstwerkes? -Finden Sie es heraus!Richnow (Kunsttanke e.V.) und Schlosser Dick liegen sich erleichtert in den Armen. Schließlich ist es vollbracht: das neue Kunstwerk schwebt zwischen den Häusern. Was verbirgt sich wohl auf der Rückseite des Kunstwerkes? -Finden Sie es heraus!

An einem sommerlichen Nachmittag bei Sonnenschein ertönen sinnlicher Gesang und Klaviermusik aus der Merseburger Domstraße. Zahlreiche Menschen beobachten in der herrlichen Atmosphäre der Altstadt gespannt ein visuelles Erlebnis in den Lüften: die Domstraßengalerie erhält ein viertes Kunstwerk zwischen den Hausfassaden.

Die Open-Air-Galerie in der Domstraße ist ein Projekt des Vereins Kunsttanke e.V., das 2017 mit einem ersten Exponat startete. Weitere Kunstwerke folgten im Jahr 2019. Schließlich wurde die Domstraßengalerie am 23. Juli 2021 um ein viertes schwebendes Meisterwerk ergänzt. Besonders spannend wurde diese Vernissage, als Ute Richnow, stellvertretende Vorsitzende des Kunsttanke e.V., und Schlosser Hans-Dieter Dick die Hängung an Stahl-Seilen zwischen den Häusern festmachten. Der Bauhof der Stadt Merseburg stand unterstützend mit der Technik bereit. Letztendlich hat sich die Mühe gelohnt, denn die Aufhängung funktionierte einwandfrei.
Und dieses vierte schwebende Werk soll längst nicht das letzte Stück dieser Ausstellung in der Höhe sein. Andreas Dorn, Vorsitzender des Vereins Kunsttanke, gab bereits Aussicht darauf, dass im nächsten Jahr weitere Werke folgen sollen.

Das neue Exponat, das sich in sechs Metern Höhe befindet, stammt vom Leipziger Künstler Roland Borchers und ist mit seinem Format von zwei mal 1,50 Meter nicht zu übersehen. Der 1958 in Leipzig geborene Grafiker und Maler gestaltete ein beidseitiges Exponat aus Acryl und Ölfarbe mit abstrakten Motiven.

Die Freiluftgalerie macht Kunst für jeden Menschen zugänglich und dadurch wird Kunst Teil des Alltags. Martin Wolter, Kulturamtsleiter der Stadt Merseburg, fand das insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie wertvoll: „Es gab einen Ort auf der Welt, wo man Kunst erleben konnte und das war Merseburg.“. Die Domstraßengalerie werte die Innenstadt auf, so Wolter weiter.

Für dieses Engagement, von dem jeder Merseburger und Besucher profitiert, dankt die Stadt Merseburg dem Verein Kunsttanke. Zu den Unterstützern der Domstraßengalerie zählt die Stadt Merseburg. 
Nun bleibt nur noch eine Frage zu klären: Was sehen Sie beim Blick auf dieses schwebende Kunstwerk?