Walter-Bauer-Preisträger

In der Präambel der Satzung zur Verleihung des Walter-Bauer-Preises heißt es:

"Sein umfangreiches Gesamtwerk drückt sein unbändiges Verlangen nach Freiheit, Selbständigkeit und Ungebundensein aus. Durch seine Botschaft der Menschlichkeit und sein Bekenntnis zum europäischen Geist zählt Walter Bauer zu den namhaften Autoren des 20. Jahrhunderts."

Preisträger wurden und werden Persönlichkeiten, die im Sinne Walter Bauers literarisch wirken.

1994 Prof. Henry BeisselHenry Beissel

  • geb. 1929 in Köln
  • wandte sich frühzeitig der Literatur zu
  • 1949 verließ er sein Heimatland und ging nach London,
  • Fortsetzung des Philosophiestudiums
  • 1951 Emigration nach Kanada
  • 1957 Studium der englischen Literatur in Toronto
  • Anglistik-Professor an der Concordia-Universität von Montreal
  • bekannt geworden als Lyriker, Dramatiker und als Autor des Buches "Kanada. Romantik und Wirklichkeit"
  • tiefe Freundschaft zu Walter Bauer
  • bedeutender Übersetzer und Herausgeber vieler Gedichte und Erzählungen Walter Bauers
  • veröffentlichte auch nach W. Bauers Tod dessen Arbeiten
  • ohne sein Wirken wäre Walter Bauer in seiner Wahlheimat Kanada unbekannt geblieben.

1994 Dr. Hans-Martin PleßkeDr. Hans-Martin Pleßke

  • geb. 1928 in Steuznaundorf bei Bernburg
  • Lehre als Buchhändler
  • 1950-1993 Wirken an der Deutschen Bücherei in Leipzig, Sekretär des Generaldirektors, zuletzt Leiter der Abteilung Erwerbung
  • Bibliotheksrat i.R. und Dr. phil.
  • beharrliches Arbeiten, um Walter Bauers Werk in Deutschland nicht in Vergessenheit geraten zu lassen
  • Initiator der Neuauflage "Stimme aus dem Leunawerk" von Walter Bauer 1980 beim Reclam-Verlag
  • bis 1986 konnte Dr. Pleßke ca. 600 Veröffentlichungen Walter Bauers nachweisen
  • verstorben am 13. August 2010

1996 Jürgen Jankofsky

  • geb.1953 in MerseburgJürgen Jankowsky
  • Absolvent des Literaturinstituts Leipzig und Berufsmusiker
  • Mitarbeit am Bezirksliteraturzentrum Halle
  • 1990-1993 Stadtschreiber von Merseburg
  • seither freier Schriftsteller
  • seine Veröffentlichungen zeigen die starke Verbundenheit zu Merseburg
  • "Merseburger Chronik", "Merseburg - 50 Persönlichkeiten aus 1000 Jahren Geschichte",
  • "Sonnentanz"- ein Walter-Bauer-Lesebuch
  • machte nach der Wende bis heute die Öffentlichkeit mit dem literarischen Erbe Walter Bauers bekannt
  • Artikel in der Presse, Vorträge und Veröffentlichungen zu Leben und Werk Walter Bauers

1998 Eva Strittmatter

  • geb. 1930 in NeuruppinEva Strittmatter
  • 1947-1951 Studium der Germanistik, Romanistik und Pädagogik
  • Ende der 50er Jahre bekannte Kinderbuchautorin
  • anerkannte Lyrikerin ( "Ich mach ein Lied aus Stille" - Lyrikband, "Die heimliche Freiheit der Einsamkeit" - Gedichtsammelband 1973-1988, "Briefe aus Schulzenhof"
  • erlebbar in ihrem anerkannten Lebenswerk sind Parallelen zum Anliegen und Lebenswerk Walter Bauers
  • Eva Strittmatter trägt den Tenor Walter Bauers weiter
  • verstorben am 03. Januar 2011

2000 Wilhelm Bartsch

  • geb. 1950 in EberswaldeWilhelm Bartsch
  • Philosophiestudium in Leipzig, Sonderkurse 1987/1988 und 1989/1990 am Literaturinstitut in Leipzig 
  • lebt in Halle und ist seit 1986 als freischaffender Schriftsteller tätig
  • Verfasser von Erzählungen, Kinderbüchern und Gedichten: "Übungen am Joch" (Gedichte), "Erdmute Warzenau" (Kinderbuch)
  • Wilhelm Bartsch geehrt als bedeutendster Poet Mitteldeutschlands der Gegenwart
  • Impulsgeber für die Literaturszene Sachsen-Anhalts
  • wies sich als Walter-Bauer-Kenner und als kritischer Humanist, wie ihn Walter Bauer verkörperte, aus

2002 Wolfgang Hilbig

  • geb.1941 in Meuselwitz (Sachsen)
  • Lehre als Dreher; arbeitete als Werkzeugmacher, Monteur und HeizerWolfgang Hilbig
  • ab 1979 freier Schriftsteller in Ostberlin und Leipzig
  • bildete sich autodidaktisch
  • verweigerte sich der staatlich propagierten "realistischen" Arbeiterliteratur, deshalb keine Förderung
  • seit 1985 lebt er in der BRD in Edenkoben (Rheinland-Pfalz)
  • schreibt Gedichte und Prosa, deren Helden vielfach  autobiografische Züge tragen
  • Themen sind die Verhältnisse in der DDR, das Leben in einem absurden System
  • Einige seiner Werke: "Alte Abdeckerei" (Erzählung), "Ich" (Roman), "Das Provisorium" (Roman)
  • verstorben am 02. Juni 2007

2004 Prof. Dr. Angelika Arend

  • geb. 1942 in LeipzigProf. Dr. Angelika Arend
  • 1954 beim Wettbewerb junger DDR-Künstler in Leipzig 3.Platz in Kategorie "Vokalsolisten"
  • 1962 Abitur in Köln, dann Studium der Anglistik Russizistik, Semesterseitensprung an die FU Berlin und Manchester University/England
  • 1968 Staatsexamen Universität Köln, dann Sprachassistentin an Grammer Schools in Großbritannien
  • 1971 Auswanderung nach Ottawa/Kanada
  • 1977 Studium der Germanistik an der Carleton University
  • 1983 Promotion an der Oxford University in England, Beginn ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit an der University of Victoria/Kanada, Berufung als Professorin
  • 1999 erschien die erste Monographie zum lyrischen Schaffen Walter Bauers ("Documents of Protest and Compassion")
  • 2004 deutsche Version ("Mein Gedicht ist mein Bericht"), es folgten 5 Lyrikbändchen und 2 Kurzprosawerke
  • mit 46 Jahren nahm sie Gesangsunterricht und betätigt sich seit 1990 als Dirigentin deutschsprachiger Chöre in Victoria

2006 Wulf Kirsten

  • geb. 1934 in Klipphausen(Sachsen)
  • besuchte Oberschule in Meißen und absolvierte danach eine kaufmännische Lehre Wulf Kirsten
  • 1957-1960 Besuch der Arbeiter- und Bauern-Fakultät in Leipzig
  • 1960-1964 Pädagogik-Studium
  • 1965-1987 Verlagslektor im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar
  • Gedichtbände: "satzanfang", "der bleibaum", "Stimmschotter", "erdlebenbilder"
  • Erzählungen: "Die Prinzessin im Krautgarten", "Steinmetzgarten/ Das Uhrmacherhaus"
  • seit 1987 lebt er als freischaffender Schriftsteller in Weimar
  • erhielt zahlreiche Literaturpreise

2008 Peter Gosse

  • geb. 1938 in Leipzig
  • 1956-1962 Studium der Hochfrequenztechnik in Moskau, danach als Ingenieur tätig
  • ab 1968 freischaffender SchriftstellerPeter Gosse
  • 1985 Dozent für Lyrik am Literaturinstitut in Leipzig
  • 1993 dessen kommissarischer Direktor
  • 1988 Gastprofessur in den USA
  • seit 2008 Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden
  • seine Werke sind vorallem Gedichtbände mit starken Titeln z.B. "Antiherbstzeitloses", "Ortungen", "Ausfahrt aus Byzanz", "Standwaage", "Gleisskörper", "Seinsgunst", "Sollbruch-Stele", "Neles Selen", "Stabile Saitenlage"
  • erhielt mehrere Literaturpreise

 2010 Dieter Mucke

  • geboren 1936 in LeipzigDieter Mucke
  • Studium der Psychologie, Fotografie, Kamera und Literatur an der Universität Leipzig, der HS für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Filmhochschule Babelsberg u. dem Literaturinstitut Leipzig
  • aus politischen Gründen mehrmals relegiert (1957,1963,1965)
  • Verhaftung, „Bewährung in der Produktion“
  • rehabilitiert nach dem strafrechtl. u. verwaltungsrechtl. SED-Unrechtsbereinigungs-Gesetz
  • seit 1973 im Schriftstellerverband
  • 1991-1994 im Bundesvorstand des Verbandes Deutscher Schriftsteller
  • Kunstpreis der Stadt Halle
  • Österreichischer Staatspreis für Kinderlyrik 2003
  • Lyriker, Erzähler und Kinderbuchautor
  • "poesiealbum 19", "Wetterhahn und Nachtigall", "Laterna magica", "Freche Vögel", "Der Kuckuck und die Katze"
  • "Ich blase auf dem Kamm", "Die Sorgen des Teufels", "Kammwanderung", "Die Lichtmühle", "Von Affenstall bis Ziege ", "Panik im Olymp ", "Was flüstert der Wind mit dem Baum" (zumeist Gedichtbände)
  • auch eine Reihe Gedicht-Bilderbücher, u.a. "Die Erfindung", "Gute Zähne", "Der Dunkelmunkel", "Wie aus dem Winter Frühling wird"
  • Mitglied des P.E.N.

2010 Landolf ScherzerLandolf Scherzer

  • geb. 1941 in Dresden
  • 1962-1965 Journalistikstudium in Leipzig,
  • wurde wegen kritischer Reportagen, die er zusammen mit Klaus Schlesinger u. Jean Villain für die "NBI" geschrieben hatte, exmatrikuliert
  • bis 1975 Redakteur bei der Zeitung „Freies Wort“ in Suhl, danach als freischaffender Schriftsteller in Thüringen tätig
  • 1994-1999 und 2006-2007 ehrenamtlicher Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schriftsteller in Thüringen
  • Mitglied des P.E.N.
  • schreibt vorwiegend literarische Reportagen: Der Erste, Der Zweite, Der Letzte, Nahaufnahme aus Sibirien, Fänger und Gefangene, Am Sarg der Sojus, Die Fremden, Grenzgänger, Immer geradeaus. Zu Fuß durch Europas Osten, Letzte Helden (2010) Die alkoholfreie Hochzeit und weitere Texte aus den Jahren 1972-1994“

 

2012 André Schinkel      

  • geb. 1972 in Eilenburgandre_schinkel_bauerpreistraeger
  • Studium der Germanistik und Archäologie
  • 1994 Debüt mit dem Gedichtband "durch ödland nachts", dem bis heute weitere 18 Bücher folgten
  • 1998/1999 Stadtschreiber in Halle
  • 2006/2007 Stadtschreiber in Ranis                                   
  • 2009 Schulschreiber von Laucha                                                    
  • Arbeit derzeit als Autor, Lektor und Gutachter
  • seit 2005 Chefredakteur der mittlerweile international arbeitenden Literaturzeitschrift "oda - Ort der Augen"
  • Auszeichnungen u.a. mit Georg-Kaiser-Förderpreis des Landes Sachsen-Anhalt 1998, Joachim-Ringelnatz-Nachwuchspreis für Lyrik 2006
  • seit 2007 Mitglied des P.E.N.
  • Veröffentlichungen (Auswahl): "durch ödland nachts". Gedichte, 1994; "tage der wirrschraffur". Gedichte, 1996; "Sog". Prosa, 1997; "Verwolfung der Herzen". Gedichte und Prosa, 1997; "Karawane des Schlafs". Gedichte, 1998; "Die Spur der Vogelmenschen". Gedichte, 1998; "Herzmondlegenden". Prosa, 1999; "Abgesteckte Paradiese". 2000; "Unwetterwarnung". Raniser Texte, 2007; "Das Meerschweinchen im Kartoffelsalat". Kindertexte, 2010; "Parlando". 2012; "In Sina Gumpert war ich jung verliebt". Übermütige Texte, 2012.      

2014 Kerstin Hensel

  • geb. 1961 in Karl-Marx-Stadt, lebt in Berlin
  • Krankenschwester, Studium am Institut für Literatur Leipzig 1983-1985, Arbeit am Theater
  • seit 1988 freiberuflich als Schriftstellerin, seit 2001 Professur für Poetik an der Hochschule für Schauspielkunst
    „Ernst Busch“ Berlin.
  • Mitglied der Akademie der Künste Berlin sowie der Sächsischen Akademie der Künste
    Veröffentlichungen: Erzählungen, Romane, Gedichte, Theaterstücke, Libretti, Essays. Zuletzt: „Das verspielte Papier“, (Poetikessay, Luchterhand 2014), „Schleuderfigur“ (Gedichte, Luchterhand 2016), „Regenbeins Farben“ (Novelle, Luchterhand, 2020) 
  • Frau Kerstin Hensel ist eine erfolgreiche und angesehene Schriftstellerin und Dichterin, die auch in exquisiten Runden wie im "Literarischen Quartett" unter Marcel Reich-Ranicki stets ihre eigenständige Art zu schreiben und zu denken behaupten und andere überzeugen kann. Sie ist nicht nur dadurch mit ihren Werken längst in ganz Deutschland und darüber hinaus präsent, sondern sie hat den Erfahrungen oft einfachster arbeitender Menschen aus dem Osten Deutschlands eine ganz unverkrampfte und starke Stimme in dennoch hoher literarischer Kunst gegeben. In ihrer Lyrik und Prosa findet sie immer wieder den Bezug zu ihrem Heimatort Chemnitz, dem Erzgebirge und dem mitteldeutschen Raum. Dabei eint sie mit Walter Bauer nicht nur der humanistische Blick auf die Menschen und ihre Verhältnisse, auch sie ist Literaturprofessorin in Berlin an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" wie Bauer in Toronto. Kerstin Hensel schöpft persönlich aus dem Werk Walter Bauers. Sie wird als eine Frau von großer Repräsentanz mit herzlicher Kollegialität und Offenheit geachtet. (aus der Begründung zur Verleihung des Walter-Bauer-Preises)

2016 Matthias Biskupek

  • 1950 in Chemnitz geboren, 2021 in Rudolstadt gestorben
  • besuchte in Mittweida zunächst die Fichte-Schule, dann die EOS „Erich Weinert“, Lehre als Maschinenbauer bei der Roscher & Eichler KG Altmittweida, Abitur und Facharbeiterbrief 1969, Studium der Technischen Kybernetik und Prozessmesstechnik an der Technischen Hochschule Magdeburg bis 1973
  • Von 1973 bis 1976 Systemanalytiker und zeitweise auch als Maschinenfahrer im Chemiefaserkombinat Schwarza bei Rudolstadt
  • Biskupek besuchte verschiedene literarische Zirkel, arbeitete im Arbeitskreis Literatur in Neulobeda mit, Teilnahme am Schweriner Poetenseminar
  • seit 1976 am Theater Rudolstadt, zunächst als Regieassistent, später als Dramaturg, zeitweilig auch als Bühnentechniker, Programmheftzeichner, Inspizient und Kleindarsteller,
  • von 1979 bis 1983 war er Dramaturg und Texter am Geraer Kabarett Fettnäppchen.
  • 1981/82 Sonderkurs am Leipziger Literaturinstitut, seit 1983 freischaffend 
  • Aufenthalte in Estland, 1993 erschien eine Karl-Valentin-Biographie
  • 1993  Kreisschreiber in Neunkirchen/Saar, 1997 Aufenthaltsstipendium für das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, 2000 das Casa-Baldi-Stipendium der Deutschen Akademie Rom in Olevano Romano.
  • Romane, Geschichten, Kabaretttexte, Feuilletons und Features für den Rundfunk
  • Publizist und Literaturkritiker von 1978 bis 1993 bei der Berliner Wochenschrift Die Weltbühne, ab 1998 bei Ossietzky, einer der beiden Nachfolgezeitschriften, deren Mitherausgeber er seit August 2015 war
  • Von 1982 bis 2012 schrieb er für den Eulenspiegel, arbeitete für Tageszeitungen und produzierte Features für Deutschlandradio Kultur und den MDR

2018 Thomas Kunst 

  • geb. am 09.06.1965 in Stralsund 
  • Abitur, Studium der Pädagogik in Leipzig, seit 1987 als Bibliotheksassistent der Deutschen Nationalbibliothek tätig
  • schreibt Lyrik und Prosa und befasst sich mit musikalischer Improvisation (Gitarre und Violine).
  • debütierte 1991 bei Reclam Leipzig mit dem Buch „Besorg noch für das Segel die Chaussee. Gedichte und eine Erzählungen
  • 2002 Leitung einer Schreibwerkstatt an der Thüringischen Sommerakademie
  • 2004 Lesung in der Symphony Hall Birmingham im Rahmen der Aufführung des “War Requiems” von Benjamin Britten anlässlich des Remembrance Day
  • 2006 Lektorat des Gedichtbandes „Streumen“ von Ulrike Almut Sandig
  • 2011 Einladung an die University of Arizona - Poetry Center in Tucson
  • 2011 Teilnahme am internationalen Poesiefest „Incroci di poesia contemporanea“ in Venedig
  • 2015 Lektorat des Gedichtbandes „Mammut“ von Gerd-Peter Eigner 
  • 2015 Teilnahme am Poets translating Poets Festival in Mumbai
  • 2016 Gastdozent in der Akademie Haus Sonneck
  • 2017 Lehrauftrag für literarisches Schreiben an der TU Braunschweig, Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. 
  • In der Begründung der Jury hieß es, dass Thomas Kunst besonders in den letzten Jahren nicht nur auf dem Gebiet des Romans, sondern auch in der Lyrik große Aufmerksamkeit und auch Bewunderung durch die Kritik erlangt hat. In seinen Werken eint ihn mit Walter Bauer der humanistische Blick auf die Menschen und ihre Verhältnisse. In seiner Dankesrede an die Jury und das Publikum betonte er, dass er von der Sprache in den Werken Walter Bauers begeistert ist und dessen Gedichte ihn hellhörig gemacht hätten. Er ist überglücklich, diesen sachsen-anhaltinischen Preis bekommen zu haben.

2020 Jens-Fietje Dwars

  • 1960 in Weißenfels geboren, verheiratet, zwei Söhne und lebt in Jena
  • Studium der Philosophie in Wroclaw, Berlin und Jena
  • nach seiner Promotion war er als Germanistik-Assistent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig
  • freischaffender Autor, Kurator 
  • seit 2005 Herausgeber und zugleich Chefredakteur der Thüringer Literaturzeitschrift „Palmbaum“
  • seit 2016 ebenso Redakteur der „Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie“
  • hat belletristische, biographische und essayistische Bücher geschrieben, zeichnet für mehr als 50 zum Teil bedeutende Herausgaben verantwortlich, verfasste über 500 Beiträge in Zeitschriften, Büchern und in der Tagespresse, darunter auch über Walter Bauer
  • hat über 30 Ausstellungen kuratiert
  • 2001 erhielt er im Rahmen der Grimme-Preisvergabe den Kultur-Sonderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen und 2004 den Alfred-Grimme-Preis
  • arbeitete fürs Fernsehen und den Funk und produzierte Tonträger, insgesamt 22 Titel
  • Biographien zu Johannes R. Becher und Peter Weiss erschienen im Berliner Aufbau-Verlag (1998 und 2007)
  • "Gar nicht genug kann seine Arbeit als Herausgeber gewürdigt werden, und da besonders diejenige, in deren Mittelpunkt GegenwartsautorInnen stehen, darunter klangvolle Namen wie Wolf Wondratschek, Friedrich Dieckmann, B. K. Tragelehn oder Rolf Schneider und in diesem Zusammenhang wichtig zu erwähnen, auch die Namen von fünf Walter-Bauer-Preisträgern: Kerstin Hensel, Peter Gosse, Matthias Biskupek, Andre Schinkel und Wilhelm Bartsch. All die genannten sind entweder in der von Jens-Fietje Dwars herausgegebenen Weißen Reihe oder in der Edition Ornament beim quartus Verlag Bucha bei Jena erschienen. Dies sind inzwischen fast schon legendäre Buchreihen in bibliophil edler Gestaltung und illustriert von erstrangigen Künstlerinnen und Künstlern wie Angela Hampel, Horst Hussel, Baldwin Zettl, Karl-Georg-Hirsch, Gerd Mackensen oder Moritz Götze.“ (Zitat aus der Begründung der Jury zur Walter-Bauer-Preisverleihung 2020)

 

Quellen: Begründungen der Jury, Auszüge aus WIKIPEDIA, Homepage der Preisträger