Sommer, Sonne, Sanierungen

Zahlreiche Merseburger Kitas und Grundschulen werden modernisiert– worauf sich die Kleinsten nach den Ferien freuen können

Auf dem Bild Maurer Martin Schönburg und Daniel Marx ©Stadt MerseburgAuf dem Bild Maurer Martin Schönburg und Daniel Marx ©Stadt Merseburg

Die Ferien sind in vollem Gange und in Schul- und Kitagebäuden sollte Stille herrschen. Doch Gegenteiliges ist der Fall: in Merseburgs Kitas und Grundschulen wird saniert, was das Zeug hält.

Werfen wir zu Anfang einen Blick auf die kleinsten Merseburger. In der Kita „Zwergenhäuschen“ in Merseburg Süd laufen seit August 2020 umfassende Sanierungsarbeiten. Seit Beginn der Maßnahmen wurden die Krippenkinder im Dorfgemeinschaftshaus in Beuna und die Über-Dreijährigen in der Kita „Am Weinberg“ untergebracht. Im September öffnet die Kita wieder ihre Pforten, sodass die Kinder ihre neue-alte Kita unsicher machen können. Sogar mit mehr Platz, denn nach Abschluss der Sanierungen können fast 80 Zwerge, das sind zehn Kinder mehr als zuvor, in der Einrichtung groß werden.

Die Kita wurde grundhaft saniert und der Standard verbessert. Die Gebäudehülle wurde energetisch modernisiert, Zuwegungen erneuert und die Terrasse fertiggestellt. Aktuell laufen Komplettierungsarbeiten und der Innenausbau auf Hochtouren. Zu den energetischen Sanierungsmaßnahmen gehören unter anderem die verbesserte Wärmedämmung, neue Raffstore-Anlagen auf den Sonnenseiten, neue Heizungsanlagen und die komplett erneuerte Wasserversorgung des Gebäudes. Neuerdings kann sich die Kita theoretisch dank der Photovoltaik-Anlage selbst versorgen. Außerdem wurde in den Brandschutz investiert.
Mit Sicherheit freuen sich die Zwerge über das neue Kinderrestaurant, einen zusätzlichen Gruppenraum und über die leuchtenden Farben, innen wie außen, ihrer Kita. Michael Gehlauf, Mitarbeiter im Gebäude- und Liegenschaftsamt im Bereich Hochbau und zuständig für das Projekt, klärt auf: „Wir haben uns mit dem Kita-Personal abgestimmt.“ So erstrahlt das „Zwergenhäuschen“ von Weitem in freundlichen und kräftigen Orange-, Rot und Gelbtönen. Gute Beobachter entdecken auf dem Dach den Zwerg der runderneuerten Kita.

Nach den Ferien werden innen lediglich ein paar Feinarbeiten vorgenommen. Im Herbst geht es im Außenbereich weiter, wo zum Beispiel neue Sandkästen entstehen, die Außenanlagen an das Höhenniveau des Gebäudes angepasst werden und eine neue Stahlfluchttreppe entsteht.
In die umfassenden Sanierungsarbeiten floss insgesamt knapp eine Millionen Euro, davon circa 470.000 Euro Fördermittel des Kita-Ausbauprogramms des Bundes und der Rest durch Eigenmittel der Stadt.

Doch wie sieht es bei Grundschülern aus? Werfen wir, wenige Meter von der Kita entfernt, einen Blick auf die Grundschule „Am Geiseltaltor“ in Merseburg Süd, in der aktuell rund 200 Kinder lernen. Diese Schule wird zur ersten barrierefreien Schule, welche in Händen der Stadt liegt. Sie erhält einen eigenen Aufzug, der ab 2022 einsatzfähig sein soll.

Der Aufzug ist längst nicht die einzige Neuerung, schließlich werden rund 900.000 Euro in die Sanierungsmaßnahmen investiert. Rund 90 Prozent der Kosten werden durch die Schulbauförderung des Bundes übernommen und zehn Prozent durch die Stadt Merseburg getragen.

Seit Baubeginn im September 2020 entsteht eine neue Elektroanlage und die Räume werden mit Netzwerkkabeln ausgestattet, was schließlich auf die Digitalisierung abzielt. Grundhafte Renovierungen, wie Fußböden-, Maler-, Fliesenleger- oder Sanitärarbeiten, wurden auch in den Ferien vorgenommen. Mit neuen Anstrichen, Bodenbelägen und Türen strahlen die Klassenzimmer Frische aus. Besonders auffällig ist der frisch hergerichtete Speisesaal in knalligen Farben.
Wussten Sie, dass vor ungefähr drei Jahrzehnten Schüler im schuleigenen Schwimmbecken schwimmen lernten? Seit vielen Jahren wird das alte Becken als Lagerraum genutzt. Da muss eine neue Nutzungsmöglichkeit geschaffen werden. -Siehe da: ein Mehrzwecksaal mit Bühne.

Außerdem ist in diesen Merseburger Grundschulen und Kitas einiges passiert:

Die Grundschule "Albrecht Dürer" erhielt neue Fenster an der Westseite und das Dach der Turnhalle der Grundschule wurde saniert. Außerdem sind für die Turnhalle Fassadenarbeiten ab September vorgesehen. Die Arbeiten an der Turnhalle werden im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ finanziell unterstützt.

Ab Februar 2021 wurden die zwischenzeitlich fertiggestellten Außenanlagen der Kita "Unterm Regenbogen" grundhaft umgestaltet.

Die Grundschule "Joliot-Curie" erhält neue Geländer in den Treppenräumen und die Keller werden ausgebaut. Ausgewählte Räume werden künftig akustisch durch spezielle Absorptionsplatten aufgewertet. Die Erneuerung der Außenanlagen im Wert von 200.000 Euro befindet sich derzeit in der Planung.

In der Kita "Am Weinberg" wurde in Brandschutz und in neue Türen investiert. In der Folge werden die  Außenanlagen, die sich aktuell aber noch in der Planung befinden, in Teilbereichen modernisiert. Diese Maßnahmen werden mithilfe der Förderung aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ umgesetzt.

In der Kita "Flax & Krümel“ wurden Brandschutzmaßnahmen zur Sicherstellung des zweiten Rettungsweges aus dem OG umgesetzt. Zurzeit werden die Elektroanlagen und zusätzliche Brandschutzmaßnahmen realisiert. Diese Sanierungsmaßnahmen können ebenfalls durch Städtebaufördermittel des Programms „Soziale Stadt“ des Landes Sachsen-Anhalt umgesetzt werden.

Eine neue Rettungstreppe der Grundschule Geusa befindet sich in der Vorbereitung. Die Baugenehmigung liegt bereits vor.

Für fast eine Million Euro, den ein Großteil das Land Sachsen-Anhalt trug, wird die Grundschule "Im Rosental" modernisiert. Zu den Maßnahmen zählen eine neue Lüftungsanlage und Geräteraumtore in der Turnhalle, verbesserte Akustik in der Aula und im Speiseraum, grundhafte Renovierungen und aktuell die Erneuerung der Küche. Auch diese Modernisierung wird durch Städtebaufördermittel des Programms „Soziale Stadt“ unterstützt.