Auf Erkundungstour für die geplante Radschnellverbindung

img 2720 ©Vincent Grätsch

Sind Sie schon einmal direkt von der Merseburger Innenstadt zum Geiseltalsee gefahren? Egal, welche Strecke Sie dabei wählen: Es gibt keine ideale Radfahrverbindung und vor allem keine barrierefreie. Um dies zu ändern, haben sich Vertreter der Städte Merseburg und Braunsbedra sowie das Planungsbüro ISUP Gedanken gemacht und ein Maßnahmenkonzept für eine Radschnellverbindung von der Merseburger Innenstadt bis zum Geiseltalsee erstellt. Mit der Umsetzung des Konzeptes wollen sich beide Städte den Anforderungen des zunehmenden Radfahrverkehrs stellen und bessere Bedingungen anbieten - weg vom Auto und hin zum Fahrrad.

Die Ideen dafür wurden am 23. August im Merseburger Stadtrat und am 22. September bei einer gemeinsamen Radtour mit Vertretern des Landes Sachsen-Anhalt und von Fahrrad- und Tourismusvereinen vorgestellt. Zwei Tage später waren alle Fahrradfreunde aufgerufen, sich während einer geführten Radtour ihr eigenes Bild zu machen.14 Bürger:innen folgten dieser Einladung und testeten die Strecke gemeinsam mit Ivo Walther, Leiter des Stadtentwicklungsamtes.

Dass die Fahrt nicht stressfrei und ohne Hindernisse zu bewältigen ist, war gleich zu Beginn klar. Vom innerstädtischen Kreisverkehr vor dem Hauptgebäude der Stadtverwaltung über die Geusaer Straße zur Hochschule sind gleich mehrere Barrieren zu überwinden. Die Größte und leider auch Unfallschwerpunkt ist der Kreuzungsbereich an der B 91. Ein Konfliktpunkt, der durch den Bau einer Unter- oder Überführung beseitigt werden soll. Die fehlende Anbindung zur Innenstadt sowie zum Geiseltalsee sind weitere Aspekte, die bei der Erarbeitung des Konzeptes für die Radschnellverbindung berücksichtigt worden. Neben dem Bau einer kreuzungsfreien Querung der B 91 werden weitere Lösungen vorgeschlagen: die Umgestaltung der Teichstraße zur Fahrradstraße, ein Fahrradweg im nördlichen Bereich des Rosengartens, der Wegebau zwischen Pelzberg und Geiseltalsee und die Anpassung der Querung K 2174. Die notwendigen Gelder in geschätzter Höhe von 4,5 Mio € sollen über verschiedene Fördermitteltöpfe kommen: über die Förderrichtlinie „Revier 2038“ (90%), über das Sonderprogramm „Stadt und Land“ (90%) und über die Kommunalrichtlinie Klimaschutz (65 %).

Die Vorteile dieser geplanten Radschnellverbindung liegen auf der Hand: direkt, leistungsfähig, effizient, weitestgehend kreuzungsfrei und ökologisch. Die Hochschul-Innenstadt-Achse wird gestärkt und der lokale und regionale Tourismus gefördert.

Und jetzt, liebe Merseburger:innen, sind wir im Endspurt. Ihre Meinung ist gefragt! Die Auslegung des Maßnahmenkonzeptes erfolgt noch bis zum 6. Oktober im Stadtentwicklungsamt, Lauchstädter Straße 10, zu den gewohnten Öffnungszeiten sowie während der Öffnungszeiten in der Tourist-Information, Burgstraße 5. Füllen Sie bitte die hier dafür aufgestellte Wunschbox mit Ihren Hinweisen und Vorschlägen zum geplanten Vorhaben. Weitere Informationen unter www.merseburg.de