Der Kunstpfad in Merseburg
1. Das Kunsthaus Tiefer Keller Merseburg
Das im Februar 2006 eröffnete Kunsthaus hat eine lange Geschichte. 1451 erwähnt als Ratsschänke, genutzt als Bierkeller, Gasthaus und sogar als Schule hat es eine interessante Vergangenheit. Vielen noch bekannt als Jugendklub, stand das Gebäude lange Zeit leer.
Nach umfangreicher Sanierung präsentiert sich heute hier die Domgalerie mit wechselnden Ausstellungen namhafter Künstler.
Die Kellergewölbe bieten Raum für zusätzliche Ausstellungen und können zum Feiern genutzt werden. Im Kunsthaus findet man den Merseburger Kunstverein MERKunst, die Künstlergruppe „Anna mal 5“ sowie die Medienagentur Fine-line.
Wer kreativ sein will, kann töpfern oder an verschiedenen Workshops teilnehmen.
www.domgalerie-merseburg.de

2. Die Neumarktkirche St. Thomae
Die 1188 ersterwähnte romanische Basilika mit ihrer atemberaubenden Akustik liegt an der Straße der Romanik und am Ökumenischen Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Nach jahrelanger Zweckentfremdung restauriert und 1995 erneut geweiht, ist das Gotteshaus heute ein Hort moderner sakraler Kunst. Werke von Gabriele Messerschmidt (Leipzig), Klaus F. Messerschmidt (Halle) und Dieter M. Weidenbach (Weimar) laden zu Betrachtung und Auseinandersetzung ein.
Für Rollstuhlfahrer ist das Gebäude mittels Rollstuhllift zugänglich.

3. Die Willi-Sitte-Stiftung Merseburg - Halle
Die Galerie zeigt seit dem 1. März 2006 in der sanierten Domkurie „Curia nova“, Domstraße 15, in Merseburg das künstlerische Werk des Malers und Grafikers Willi Sitte aus mehr als 60 Jahren Schaffenszeit.
In Sonderausstellungen widmet sich die Galerie u.a. „Weggefährten und Meisterschülern“ von Prof. Sitte. So erlebten bislang mehr als 25 000 Besucher Personalausstellungen von Hans-Joachim Triebsch, Norbert Wagenbrett, Dieter Weidenbach, Gudrun und Martin Wetzel und Plastik und Malerei von Gisela und Herrmann Bachmann.
www.willi-sitte-galerie-merseburg.de

4. Merseburger Dom St. Johannes und Laurentius
Im Jahr der Domschätze Sachen-Anhalts präsentiert sich das eindrucksvolle Ensemble des Merseburger Domes St. Johannes und Laurentius und seiner Klausurgebäude in neuem Glanz.
Ein Erlebnis der besonderen Art ist der Besuch des Zauberspruchgewölbes in der Südklausur. Die für den Sachsen-Anhalt-Tag namensgebenden Zaubersprüche zählen zu den herausragenden althochdeutschen Sprachdenkmälern.
Während des Sachsen-Anhalt-Tages findet man im Dom und dem Domgelände mit dem Kreuzgang und dem Kapitelhausgarten Orte der Ruhe und Entspannung sowie des musikalischen Genusses. Nutzen Sie die Möglichkeit, den Südwestturm zu besteigen und den weiten Blick über Merseburg, die Saaleaue und das Festgelände innerhalb der Domfreiheit zu genießen.

5. Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg
Die Dauerausstellung des Kulturhistorischen Museums Schloss Merseburg bietet anhand wertvoller und meist einmaliger Exponate einen Überblick über die Geschichte Merseburgs und seiner Umgebung von der Ur- und Frühgeschichte an. Sie behandelt außerdem v. a. die Zeit der ottonischen Königspfalz, des spätmittelalterlichen Bischofsschlosses und der barocken Herzogsresidenz. Der Rundgang führt u. a. durch die Gewölbekeller des Schlosses.
Die Sonderausstellung „Merseburg - Seit 7000 Jahren ein guter Standort“ (13.06./ 14 Uhr – 02.11.2008) präsentiert Funde aus der langen Siedlungsgeschichte dieses Ortes. Sie gibt erstmals einen umfassenden Überblick über die Ergebnisse der seit etwa 100 Jahren durchgeführten archäologischen Ausgrabungen (Begleitpublikation).
Alle Besucher, besonders Familien mit Kindern, können im scriptorium merseburgense die karolingische Minuskelschrift erlernen.

6. Kunststiftung ben zi bena
Im Mai 2005 wurde die „Kunststiftung ben zi bena“ unter Mitwirkung der „Bundesstiftung Aufarbeitung der SED Diktatur“ eröffnet. Das Haus der privaten Kunststiftung ben zi bena soll eine Begegnungsstätte für Künstler und Schriftsteller aus ganz Deutschland sein. Es dient den schönen Künsten, aber auch dem kritischen Blick zurück, und will – soweit möglich – Zerbrochenes nach Jahren der Teilung wieder zusammenführen.
„Ben zi bena“, der beschwörende Ausruf aus den Merseburger Zaubersprüchen ist deshalb in doppelter Hinsicht geeignet, den Geist des Hauses zu beschreiben. Das formelhafte Wort zur Heilung eines Götterpferdes, mit gebrochenem Lauf (Bein zu Bein) mahnt dazu, damals wie
heute, Trennendes zu überwinden und Verwundungen zu heilen.

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