Domschätze in Sachsen-Anhalt – Glanzstücke der Straße der RomanikDie Straße der Romanik ist eine der faszinierendsten deutschen Tourismusrouten.
Zu den Publikumsmagneten dieser Tourismusroute gehören die Dome in Halberstadt, Merseburg, Naumburg sowie die Stiftskirche in Quedlinburg.
Der Dom zu Merseburg zählt auf Grund seiner hervorragenden Ausstattung mit mittelalterlichen und neuzeitlichen Kunstwerken zu den beeindruckendsten Baudenkmalen an der „Straße der Romanik“. Die in der Südklausur des Merseburger Domes und im Kapitelhaus präsentierten einzigartigen Stücke des Merseburger Domschatzes sind von besonderer kulturgeschichtlicher Bedeutung. In der Schatzkammer am Kreuzgang sind neben kostbaren Handschriften, wie die prachtvoll ausgemalte Merseburger Bibel des 13. Jahrhunderts, ein romanischer Tragaltar, ein Elfenbeinkästchen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und Altarretabel zu sehen. Auch die mumifizierte Hand, die man dem 1080 gefallenen Gegenkönig Rudolf von Schwaben zuschreibt, wird gezeigt. Unterhalb der Schatzkammer, im „Zauberspruchgewölbe“, kann man ein Faksimile der berühmten Merseburger Zaubersprüche bewundern.
Ein monumentales Zeugnis barocker Grabkunst ist die Fürstengruft im Dom. Die Herzöge der wettinischen Sekundogenitur Sachsen-Merseburg nutzten den Dom als fürstliche Hofkirche und Grablege. Zurzeit werden die 36 Särge restauriert und ab 2012 soll die Gruft eingeschränkt für Besucher zugänglich sein.

Das östlich der Klausur gelegene Kapitelhaus war bis Anfang des 20. Jahrhunderts das Verwaltungs- und Repräsentationsgebäude des Merseburger Domkapitels. Der Wappensaal im Erdgeschoss, nach historischen Vorlagen vollständig rekonstruiert, gehört heute zu den beeindruckendsten spätgotischen Räumen Deutschlands. Hier finden sich mit spätgotischen Plastiken und liturgischen Gewändern aus der Zeit des Bischofs Thilo von Trotha weitere erlesene Stücke aus dem Bestand der Vereinigten Domstifter. Im Obergeschoss sind die umfangreiche Domstiftsbibliothek und das Domstiftsarchiv untergebracht.
Öffnungszeiten Dom, Domschatzkammer, Kapitelhaus:
Montag – Samstag:
9.00-18.00 Uhr (März-Oktober),
10.00-16.00 Uhr (November-Februar)
Sonntag und kirchlicher Feiertag
12.00-18.00 Uhr/12.00-16.00 Uhr
2010 – Ausstellung im Kreuzgang des Merseburger Domes „Keramische Skulptur“ Eva Sabine KunzDie Begegnung mit moderner Kunst an dem historischen Ort Dom wird im Jahr 2010 in Merseburg eine wichtige Rolle spielen.
Keramische Skulpturen – oft körpergroß und eng mit dem menschlichen Maß verwandt – von der Bildhauerin Eva Sabine Kunz werden vom 28. März bis 29. August im Kreuzgang des Merseburger Domes ausgestellt.
Der Kreuzgang als Ort der Stille und Besinnung wird in der zunehmend schnelllebigen und technisierten Umwelt als Ruhepol empfunden und eignet sich in besonderer Weise für die Präsentation der eindrucksvollen Skulpturen. Der „Klingende Domschatz“ – die große LadegastorgelDie Orgel im Merseburger Dom ist mit der Vielfalt ihrer 81 klingenden Stimmen eine der klangschönsten der Welt. Hinter ihrem beeindruckenden Barockprospekt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts verbirgt sich ein romantisches Orgelwerk von Friedrich Ladegast - ein Instrument von überragender musik- und orgelbaugeschichtlicher Bedeutung, das in ganz besonderer Weise mit dem Orgelschaffen von Franz Liszt verbunden ist.
Zahlreiche Konzertreihen wie Orgelklang 12 und die Merseburger DomMusik vermitteln einen Eindruck in das vielfältige Klangvolumen dieser weltberühmten Orgel.
Weitere Informationen: www.merseburger-dom.de

40. Merseburger Orgeltage vom 11. bis 19. September 2010Die Merseburger Orgeltage sind eines der großen Orgelfeste in Europa. Namhafte Organisten, Orchester, Solisten und Chöre haben das Festival international bekannt gemacht.
Im Jahr 2010 werden die nun schon 40. dem „UNIVERSUM BACH“, dem Schaffen und der Nachwirkung von Johann Sebastian Bach gewidmet.
Mit dem Choir of King’s College Cambrigde unter Stephen Cleobury gibt einer der besten Knabenchöre der Welt den Auftakt. Neben ihm und anderen zählt zu den renommierten Gästen auch das Kammerorchester „Les amis de Philippe“ von Ludger Rémy mit Musik der Bach-Söhne und aus deren zeitgenössischen Umfeld. Zum Abschluss erklingt Bachs Matthäus-Passion mit dem Collegium Vocale Leipzig, dem Stadtsingechor Halle und der Merseburger Hofmusik unter der Leitung von Domorganist Michael Schönheit.
Nähere Informationen zum Programm der Orgeltage unter:
www.merseburger-orgeltage.de
Im Merseburger Dom verbinden sich Kultur-, Kunst- und Musikgeschichte zu einem harmonischen Dreiklang.
|